Vier weiße Rotundenkirchen zählen zu den faszinierendsten Bauwerken Bornholms. Um ihre Lage ranken sich Legenden — angeblich soll ihre Anordnung auf den verborgenen Schatz der Tempelritter hinweisen.
Auf Bornholm befinden sich vier Rundkirchen: Østerlars (die größte), Olsker (die kleinste), Nylars (am besten erhalten) und Ny. Jede hat ihren eigenen Charakter und lohnt einen Besuch.
Bevor die Kirchen als Gotteshäuser genutzt wurden, dienten sie als Verteidigungsbauten. Drei der vier Kirchen besitzen drei Etagen — typisch für ihre Doppelfunktion: eine Kapelle im Erdgeschoss, eine Kornkammer darüber und eine Beobachtungs- und Verteidigungsplattform ganz oben.
Die größte und bekannteste Rundkirche. Der massive Mittelpfeiler und die eindrucksvollen Fresken machen sie zum Pflichtbesuch.
Die kleinste und schlankeste Kirche. Sie liegt malerisch im Landesinneren und wirkt mit ihrer schmalen Form fast wie ein Turm.
Am besten erhaltene Fresken und Kalkmalereien aus dem 13. Jahrhundert. Einzigartige Darstellungen der Schöpfungsgeschichte.
Die einzige Rundkirche ohne drei Etagen. In der Nähe befinden sich geheimnisvolle Runensteine aus der Wikingerzeit.
Seit Jahrhunderten ranken sich Legenden um die vier Rundkirchen. Einer Theorie zufolge soll ihre genaue Anordnung auf der Insel — wenn man Linien zwischen ihnen zieht — einen verborgenen Schatz der Tempelritter markieren. Ob an der Legende etwas Wahres dran ist, bleibt bis heute ein Rätsel. Sicher ist jedoch, dass die Kirchen mit ihrer einzigartigen Architektur zu den faszinierendsten Bauwerken Skandinaviens gehören.
Alle vier Rundkirchen sind über die gut ausgebauten Straßen Bornholms leicht erreichbar. Sie liegen im Landesinneren und lassen sich perfekt mit einer Radtour verbinden. Im Sommer (Juni–August) sind die Kirchen täglich geöffnet, in der Nebensaison gelten eingeschränkte Öffnungszeiten. Die umliegenden Friedhöfe mit ihren alten Grabsteinen laden zum ruhigen Spaziergang ein.